Wandrungen und Ausflüge
Wanderungen
Schöne Spaziergänge auf markierten Wegen, lange Wanderungen oder erlebnisreiche, über mehrere Tage dauernde Trekking-Touren, der Nationalpark des Cilento, mit seiner unberührten Natur bietet für jeden etwas.
Die offizielle Guides begleiten die Gäste durch die Natur-Schönheiten des zweitgrößten italienischen Nationalparks: seltene Pflanzen und Tierarten, herrliche Ausblicke auf das kobaltblaue Meer und die Küste, sowie die schönsten Wanderwege auf die bis zu 1800 Meter hohen Gipfel des Cilento.
www.trekkingcilento.it
WANDRUNGEN UND AUSFLüGE
Önogastronomische Entdeckungstour Mandia
Geschmacksprobe von Olivenoel "Extravergine", der Bohnen von Mandia, Pilze, Marmeladen, Honig, Erdbeerlikör... und des hausgemachten Brotes. Gäste können eine traditionelle Ölmühle besichtigen und einen Tag in einer unberührten Natur mit all ihren Schönheiten verbringen.
San Severino di Centola
San Severino di Centola ist ein verlassener mittelalterlicher Ort, der auf einem steilen Felsen liegt, mit Blick auf den Fluss Mingardo. Die typische mittelalterliche Architektur des Dorfes ist im Laufe der Zeit erhalten geblieben trotz, dass es von seinen Bewohnern verlassen wurde. Es hat etwas Besonderes, durch ein Dorf zu gehen, das menschenleer ist!
Agropoli Küstenstadt
Der verträumte Küstenort Agropoli liegt an der nördlichen Grenze des Cilento Nationalparks. Es ist ein äußerst lebendiges Zentrum des Badetourismus mit einem gepflegten historischen Ortskern. Der Name Agropoli, "Stadt der Höhe", stammt von den Byzantinern, die um 500 n. Chr. auf einem Felsvorsprung mit Blick aufs Meer, eine Befestigungsanlage errichteten. Malerisch kleben die alten Häuser an den Felsen. Durch das Stadttor, aus dem VII Jh. erhalten, erreicht man den mittelalterlichen Ortskern, mit seinen engen Gassen und steilen Treppen, mit einzigartigen Ausblicken aufs türkisfarbene Meer. Man genießt einen beeindruckenden Panorama-Blick über den Golf von Salerno bis nach Capri. Es ist außerdem möglich das alte Schloss der Aragonesen des VI Jh. zu besichtigen. Nicht zu verpassen ist die Besichtigung eines Betriebes der hausgemachte Liköre und landestypische Produkte herstellt.
Sacro Monte Gelbison
Der dreistündige Ausflug beginnt nach Novi Velia, bei einem alten Wasserkraftwerk an dem Flüsschen Torna. Folgt man den Wanderwegen, die parallel dem Fluss entlang laufen, ist man umgeben von einer dichten Vegetation, die Erle dominiert, sowohl als Baum wie auch als Strauch. Der Fluss fließt zwischen Sandstein, bildet hin und wieder kleine aber spektakuläre Wasserfälle. Der Weg führt zunächst auf einem alten Pilgerpfad entlang, benutzt von unzähligen Pilgern bevor die aktuelle Straße gebaut wurde; hier ist die Vegetation nicht mehr so dicht und die Erlen machen den Kastanienbäumen Platz. Nach 2 Stunden Wanderung erreicht man, die von einem Bildnis der Madonna geschmückte Frischwasser-Quelle "Fiumefreddo". Die Wanderung kann an diesem Ort enden oder man kann sie weiterführen, dem ansteigenden Pilgerweg folgend. Der weitere Aufstieg, durch Mischwald und an karstigen Felsmassiven entlang, bietet atemberaubende Ausblicke über den Cilento und die Küste. An zwei Stellen sieht man pyramidenförmige Steinstapel mit einem schmiedeeisernen Kreuz als Krönung (Croce di Monte Scuro und Croce di Rofrano), es sind Zeugnisse der zahlreichen Pilger, die bei ihrem Aufstieg zum Wallfahrtsort, ein Zeichen ihrer Ergebenheit hinterlassen haben, durch das Niederliegen von einem aus dem Tal mitgebrachten Stein . Auf dem Gipfel angekommen, kann man das im X Jh. von basilianischen Mönchen gegründete Heiligtum der "Madonna del Sacro Monte" ("Madonna des heiligen Berges"), besichtigen. Vom höchsten Platz aus hat man einen herrlichen Blick über den größten Teil des Cilento. Alternativ kann man auch mit einem komfortablen Kleinbus zur Wallfahrtkirche fahren. Angeboten werden auch geführte Wanderungen mit dem Esel, inklusive Mittagessen in typischen Restaurants, mit lokalen Spezialitäten, serviert unter freiem Himmel.
Zu den "Gravittoni" des Monte Cervati
Sechsstündiger Ausflug, durch eine einzigartige Landschaft, in einer der schönsten und eindrucksvollsten Gegenden des Nationalpark des Cilento und Vallo di Diano. Sie ist geprägt durch spitze, von Moos und Eibe bewachsene Felsen, natürlichen Steinbögen, Karstschlünden und Schlucklöchern aus denen hohe hundertjährige Buchen herausragen. Der Wanderweg führt durch Buchenwälder und im Herbst über einen leuchtenden goldbraunen Blätterteppich, über Almweiden und vorbei an eindrucksvollen Karstformationen. Die Wanderung ist leicht und für jedermann geeignet, sie bietet atemberaubende Blicke und wunderschöne Landschaften.
San Mauro La Bruca - Heiliger Berg
Die Wanderung dauert ca. 5 - 6 Stunden und man steigt hoch auf 1705 Meter. Nördlich von Palinuro, ca. 2 Km vor San Mauro la Bruca entfehrnt, verlässt man die Asphaltierte Straße, die Caprioli mit der S. S. 18 verbindet. Der Aufstieg führt durch majestätische Olivengärten und Eichenwälder, bis zu einem Panorama-Punkt in San Nazario. Dieser kleine Ort bewahrt zahlreiche historische Erinnerungen, die uns in das frühe Mittelalter zurück führen und in die Zeit in der die italienisch-griechischen Mönche ihre Zivilisation in der Umgebung verbreiteten (IX Jhr.). Hier geht es bergab in das Tal des Flusses "Lambro". Der Weg führt durch eine abwechslungsreiche bäuerliche Landschaft, vorbei an Wassermühlen des 18 Jh. Nach einer herrlichen Steinbrücke des 16 Jh. beginnt der Abstieg in Richtung Massicelle. Dem Lauf des Wildbaches "Torna" folgend, erreicht man den schönen mittelalterlichen Ort Cuccaro Vetere. An den Ruinen des Klosters von San Francesco (aus dem 14 Jh.) vorbei, verlässt der Weg die Wohngebiete und setzt sich ansteigend in Richtung Monte Gelbison fort. Durch hunderjährige Kastanienwälder erreicht man das Hochland von "Lagorusso" (Roter See) dessen Namen von der charakteristische Farbe des Bodens, reich an Bauxit, kommt. Hier geht es durch einen lockeren Erlenwald. Nach einer Rast an einer der zahlreichen erfrischenden Quellen, steigt der Pfad bergauf bis man den Südhang des Monte Scuro, mit seinen dichten Buchenwälder erreicht. Weiter geht es ueber einen alten Pilgerweg, schon von vielen Gläubigen beschritten um die Wallfahrtkirche von Santa Maria del Monte zu erreichen. Auf der Strecke überquert man den Bergpass "Passo della Beta", der in der Vergangenheit, als Kontrollstelle des Handels zwischen der Küstenbevölkerung und der des bergigen Hinterlandes diente. Das letzte Stück der Wanderung führt zum Heiligtum wo der Pilger dank der Höhe in unmittelbarer Kommunikation mit dem Himmlischen ist . "Auf Bergen ist man Gott etwas näher..."
Magliano Vetere und Monte Chianello
Man startet in Capizzo, ein Ortsteil von Magliano Vetere. Einen kurzen Abstecher zur Kirche "Chiesa di S. Fortunato". Der Weg der zur Kapelle von S. Mauro führt, beginnt im oberen Teil der Ortschaft und setzt sich zwischen den charakteristischen Kalksteinwände des Berges fort. Unterwegs führt der Pfad durch dichte Steineichenwälder (Quercus ilex) und Hainbuchenhecken (Ostrya carpinifoglia), selten sind auch Ahornbäume zu sehen. Auf dem Weg genießt man herrliche Ausblicke auf die Berglandschalt, an manchen Stellen kann man in Fels einmeißelte Kreuzformen sehen, Zeugnisse des Glaubens der Pilger der Vergangenheit. Der Weg endet vor der Kapelle von S. Mauro Märtyrer. Das Gebäude (ca. X Jhr. ) wurde um eine Grotte gebaut, die eine Statue des Heiligen, Beschützer des Dorfes aufbewahrt und einige Fresken, vermutlich aus dem X-XI. Jahrhundert. Den Wanderweg zurück, an einer Gabelung, führt eine Umleitung auf den Gipfel, "Rupe S. Mauro" genannt: von hieraus genießt man den atemberaubende Blick auf das Alento-Tal, Monte Gelbison, Calore-Schlucht und Monti Alburni. Halbtages-Wanderung.
Wanderung entlang dem Fluss Calore -Aquara Felitto
Es sind sechs verschiedene Wanderungen möglich, in Richtung Aquara, Castel San Lorenzo oder Felitto. Ausgangspunkt der Wanderungen ist eine, von der Macchia mediterranea umgebene Picknickzone in località Remolino. Von hier aus kann man Wanderungen, flussaufwärts, in verschiedene Richtungen starten. Die Strecken führen über alte Pfade, durch Pappel- und Eichenwälder, vorrei an Erdbeersträuchern, dichten Ginster und Myrte. Unterwegs öffnen sich herrliche Blicke auf die Monti Alburni und den Cervati-Massiv. Auf diesen Wanderungen begegnet man oft Wildtieren (Füchse, Wildschweine, Eichhörnchen und typische Vogelarten). Die Wanderungen dauern zwischen 4 und 8 Stunden.
Grotten von Castelcivita
Die Grotten von Castelcivita, in vorgeschichtlicher Zeit von Menschen bewohnt, wurden durch Zufall wiederentdeckt von den Brüdern Giovanni und Francesco Ferrara aus Controne. Die Grotten bieten attraktive, 4,8 Kilometern lange unterirdische Rundgänge die sich über mehrere Kilometer erstrecken. Spektakulär ist das Wechselspiel aus Stein und Wasser mit Eiszapfen ähnlichTropfsteinen (Stalaktiten), säulenartigen Tropfsteinen (Stalagmiten), kleinen Seen und Sandstränden. Die Wanderung führt dann in den Ort Controne.
Oasi di Persano
Das vom WWF betreute Naturschutzgebiet "Oasi di WWF di Persano" wurde im Jahre 1981, nach einer Vereinbarung zwischen der WWF und dem "Consorzio di Bonifica". Das Naturschutzgebiet besteht aus einem künstlichen See entlang des Flusses Sele und umfasst ca. 110 Hektar. Das sumpfige Flussgebiet beherbergt eine große Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Freunde des Birdwatching können seltene Vögel und Tiere wie den Fischotter (es ist eines der Gebiete mit dem größten Fischotterbestand in Italien) beobachten. Der Ausflug führt weiter nach Serre. Der Namen Serre kommt von dem Werkzeug "serra" das die Holzfäller um Bäume zu fällen benutzten. In dem historischen Ortskern des Dorfes kann man viele Denkmäler besichtigen: die "Chiesa di S. Martino Vescovo", die "Cappella del Soccorso" und den "Palazzo Ducale".
Von Velia bis Punta del Telegrafo
In der Zeit in der die letzten Dinosaurier am Aussterben waren, vor gut 65 Millionen Jahren, begannen sich Sedimente auf dem Meeresgrund abzulagern, sie bildeten den Felsen "Punta del Telegrafo". Für Millionen von Jahren haben sich die Ablagerungen angesammelt, sich geschichtet, bis eine gewaltige tektonische Kraft sie in die Höhe gedrückt und an die Oberfläche gebracht haben: wie Venus wurde der Cilento aus dem Meer geboren. über das Meer kamen auch die Phocäer, Gründer der Stadt Elea. Angezogen von der Schönheit des Ortes und von den natürlichen Schiffsanlegeplätzen, ließen sie sich nieder bei einer Quelle, die sie der Nymphe Yele weihten, von ihr wurde der Name der alten, berühmten Stadt Elea ableitet. Im südlichen Stadtteil, die Reste des Hafens, der heilige Brunnen, die römischen Bäder und weiter oben das Amphitheater, die frühchristliche Kirche, der mittelalterliche Turm und die Porta Rosa sind Zeugen einer herrlichen Vergangenheit.
Um diesen Ausflug zu buchen, Nicola VENTRE an folgender Nummer anrufen: 339 65 02 455 oder eine E-Mail an folgende Adresse senden: info@guideufficialipncvd.it
Um mehr darüber zu erfahren: www.guideufficialipncvd.it
Punta Licosa und das Meeresmuseum
Den antiken Quellen nach, nennt sich die Halbinsel Licosa nach dem Namen der Sirene Leucosia die dort im Meer versank aus Liebe zu Ulysse.
In Wirklichkeit scheinen die Sirenen zwei gewesen zu sein: Leucosia und Leukotea. In der Tat sprach Homer von der Halbinsel der "zwei Sirenen" als er von Ulysses Reise erzählte. Es würde schon diese Legende genügen um den außergewöhnlichen Zauber dieses Ortes zu rechtfertigen. Außerdem, der herrliche, auf das Meer blickende Pinienwald, die zahlreichen steinigen Buchten, die in die lange steinige Küste geschnitzt sind, machen den Ausblick besonders interessant und angenehm. Wie eine Terrasse streckt sich die Halbinsel Licosa in das Meer, mit seiner mediterranen "Macchia", seinen Ruinen, seinen Zeugnissen von Besiedelungen, schon aus der griechischen und römischen Zeit. Die großartigen Aquarien des Meermuseums in Pioppi, gestatten dem Besucher einen Blick auf die Unterwasserwelt und auf die im Meer, in unterschiedlicher Tiefe, vorhandenen Lebensformen.
Um diesen Ausflug zu buchen, Nicola VENTRE an folgender Nummer anrufen: 339 65 02 455 oder eine E-Mail an folgende Adresse senden: info@guideufficialipncvd.it
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Paestum, archäologische Ausgrabungsstätte
Paestum zählt zu den wichtigsten archäologischen Stätten des Nationalparks des Cilento und Vallo di Diano. Die Stadt wurde unter dem Namen Poseidonia um 600 v. Chr. von Griechen aus Sybaris oder Troizen gegründet. Ihre gut erhaltenen dorischen Tempel erheben sich innerhalb der 4 Kilometer langen Stadtmauer. Die Zona Archeologica von Paestum ist sehr weitläufig da sie die gesamte antike Stadt umfasst. Das beeindruckendste Monument ist zweifellos der Poseidon-Tempel (um 450 v.Chr.), er gehört zu den besterhaltenen griechischen Tempeln der Welt. Erbaut mit lokalen Travertin, hat im Laufe der Zeit, durch Oxidation der Steine, eine warme goldene Farbe angenommen, die prächtig im Sonnenlicht schimmert. Nich zu vergessen ist die Besichtigung des Museums, das eine bedeutende Sammlung griechischer Altertümer aus Unteritalien zeigt. Ausgestellt werden Fundstücke aus der Umgebung von Paestum, hauptsaechlich Grabfunde aus griechischen und lukanischen Nekropolen. Darunter sind viele Vasen, Waffen und bemalte Steinplatten, die als Sargdeckel oder -seitenwände dienten. Hervorzuheben sind die Darstellungen aus dem Grab des Tauchers (Tomba del Tuffatore), die den übergang vom Leben in das Totenreich als Sprung des Tauchers in das Wasser deuten.
Monte della Stella e Rocca Cilento
Der Name, der heute den Nationalpark kennzeichnet, hatte seinen Ursprung auf dem Berg, den wir heute als "Monte Stella" kennen. Heute, wie in der Vergangenheit, wird er als ein besonders vorteilhafter Aussichtspunkt über die Cilento Küste und das unter ihm liegende Meer betrachtet. Im XII Jahrhundert verlieren die auf dem Berg errichteten Festungen ihre Wichtigkeit, zugunsten eines auf seinen Bergkämmen entstandenen Dorfes: Rocca Cilento. Das Schloss, das dort errichtet wurde und heute noch sehr gut erhalten ist, zeugt von dem feudalen Epos der Sanseverino, bis 1552. Auch das Dorf weckt Faszination. Es konserviert noch, in vollkommener Harmonie mit dem Schloss, seinen intakten alten Farbton, der von den Cilento Häusern typisch ist.
Die Grotten und die Altstadt von Castelcivita
Die Tropfsteinhöhlen bieten ein zauberhaftes und einzigartiges Höhlensystem. Die majestätische Kraft der Karst-Erosion in der oberen Kreidezeit (Zeitalter in dem die Dinosaurier ausstarben) ist hier sichtbar. Fossile Funde bezeugen dass die Höhlen in vorgeschichtlicher Zeit von Menschen bewohnt waren. Das Höhlensystem setzt sich aus Galerien, weiten Hohlräumen, Schluchten, Schächten und Höhlen mit fantastischen Konturen zusammen: "der Saal des Schlosses", "der Saal des Krokodils", "der Saal des Gemüses", "die Pagode" um nur einige Beispiele zu nennen. Wenige Kilometer von den Grotten entfernt, malerisch gelegen, liegt das Dorf Castelcivita, es überragt das darunterliegende Calore-Tal. Emblem des Dorfes ist ein Sichtungsturm, Ende des 18 Jh. gebaut, der heute eine Ausstellung der bäuerlichen Kultur beherbergt. Im historischen Ortskern kann man interessante Portale aus Stein sehen, alte Kirchen, Klöster und Ruinen der alten Burg.
Die Schlucht des Wildbaches Sammaro und Roscigno Vecchia
In der Schlucht des Wildbaches Sammaro zu wandern ist wie in die Eingeweide der Erde zu gehen, wo anstatt Feuer, klares und frisches Wasser fließt, die Kalkfelsen des Grundes glättet und sie weiß und rutschig macht. Das Schauspiel ist überwältigend in seiner wilden Schönheit und bietet einzigartige Empfindungen. Ebenso einzigartig ist der Zauber, der das verlassene Dorf Roscigno Vecchio ausstrahlt. Das vor fast einem Jahrhundert, von seinen Einwohnern verlassene Dorf, beginnt sich heute wieder zu beleben. Dank des erneuten Interesses für die Geschichte und Kultur des Cilento. Historische Erinnerungen und Zeugnisse sind sorgfältig aufbewahrt in einem kleinen Ethnographischen Dorfmuseum. Der Platz vor der Kirche, mit der Bar Roma, der runde Steinbrunnen und die Anwesenheit von Zì Dorina "Tante Dorina", einzige Einwohnerin des Dorfes, all das scheint eine große Bühne die ungeduldig darauf wartet wieder aufzuleben.
Der alte Pilgerweg von Novi Velia bis Monte Gelbison
Auf dem "Monte Sacro" (der Heilige Berg) einer der meistbesuchten Wallfahrtorten Kampaniens, befindet sich die Wallfahrtskirche Madonna di Novi Velia. Man kann dem antiken Pilgerweg hinauf zum Gipfel des "Monte Gelbison" folgen. Gelbison bedeutet auf Arabisch "Berg del Idols", und war schon heilig betrachtet worden bevor die basilianische Mönche dort im X Jh. dieses Kloster gründeten. Die Heiligkeit dieses Ortes spürt man schon am Anfang des Pilgerweges, wo zwischen der üppigen und bezaubernden Vegetation, der kleine Fluss "Torna" fließt , hier und dort kleine Wasserfälle und Lachen bildet und zwischen den Felsen hindurch sprudelt. Auch an der Quelle "Fiume freddo", wo das immer klare und frische Wasser fließt, kann man diese Heiligkeit spüren. Eine Heiligkeit di man auch wahrnimmt auf der oberen Strecke des Pilgerweges, wo zwei große Wasserfälle aus Steinen mit einem Kreuz auf den Gipfeln, die so genannten "Monti di Pietà", uns an die vom Glauben erfüllten alten Völker erinnern.
Die Calore Schlucht
Der Fischotter ist der König im reinen Wasser des Flusses. Dieses lustige Säugetier hat hier einen seiner Haupthabitate Italiens gefunden. Das Flusstal des Calore ist, mit seiner traumhaften Landschaft, das Herzstück des Cilento Nationalparks. Zwischen den Dörfern Felitto und Magliano Nuovo ist die Landschaft herausragend schön. Hier schlängelt sich der Fluss zwischen steilen Felswänden, die senkrecht nach unten ins Flussbett fallen, als wollten sie den Fluss einsperren. Langsam hat sich das Wasser durch die karstigen Felsen gegraben und beeindruckende "Kunstwerke" entstehen lassen: Steinmühlen ("Marmitte dei giganti"), Karrenfelder, Mulden. Und "Mutter Natur", noch nicht zufrieden mit einer solchen Schönheit, hat ihr Werk noch bereichert mit Farben und Düften der üppigen mediterranen Vegetation. Sehenswert sind auch zwei malerische, mittelalterliche Brücken.
Das Geheimniss des Antece und die Grotten von San Michele Arcangelo
Wer hat wohl die Figur eines Kriegers, Antece, in den Fels der 1.125 m hohen Costa Palomba geschlagen? Es scheint als sei diese abgelegene Gegend schon in Vorgeschichte besucht worden. Höchstwahrscheinlich war dies ein heiliger Ort für die lukanischen Völker, die in diesen Gebirgen wohnten und hier vermutlich Ihre religiösen Riten praktizierten. Das heute rätselhaft wirkende Steinrelief scheint über die Naturschönheiten des Alburni-Massivs, Wache zu halten: imposante Buchen, überhängende Felsen, Höhlen, Schlucklöcher, die Anwesenheit des Wolfes, atemberaubende Ausblicke und die im Tal gelegenen Dörfer, mit ihrer Geschichte und ihren historischen und kulturellen Denkmäler. Eines der wichtigsten ist, ohne Zweifel, das Grottenheiligtum des Erzengels Michael, eine sehr gut erhaltenen Grottenkirche. Hier hat die Geschichte ihre Spuren hinterlassen in den wertvollen Statuen von Heiligen, sie schmücken die Kapelle und machen sie zu einem echten Schatz der Kultur und der historischen Erinnerung.
Heiligtum von San Mauro Martire
Umgeben von saftigem Grün eines Steineichenwaldes, oberhalb des Dorfes, wie an den Kalksteihang geklebt, scheint das Grottenheiligtum von San Mauro Märtyrer, über den Ort Wache zu halten. Die Kapelle liegt südöstlich von dem Gipfel des Monte Chianello und dominiert über Capizzo, ein kleiner Ortsteil von Magliano Vetere. Der Weg zur Kirche führt über den Pilgerpfad über den jedes Jahr, am Morgen des 1 Juli, die Bewohner der Umgebung, mit einer charakteristischen Prozession, die Statue ihres Schutzpatrons zum Heiligtum führen. Während dem Aufstieg durch dichte Steineichenwälder, öffnen sich hin und wieder beeindruckende Panoramablicke über das Alento-Tal. Die Wanderung kann verlängert werden über die eindrucksvollen Bergrücken, mit Besichtigung der Grottenkapelle von Santa Lucia in Magliano Vetere
San Severino di Centola und Roccagloriosa
Im Laufe der Jahrhunderte, wurde der Cilento ständig angegriffen von verschiedenen Völkern die vom Meer kamen. Um sich besser verteidigen zu können, bauten die Einheimischen ihre Siedlungen in hohen, schwer zugänglichen Gebieten. So entstand im 4 und 5 Jh. Roccagloriosa und auch San Severino einige Jahrhunderte später. Beeindruckend ist, dass diese Orte Sichtkontakte hatten untereinander und auch mit den Küstentürmen: kurz gesagt, es war nicht einfach diese Gebiete einzunehmen. Diese Orte haben uns Zeichen von vielen vergangenen Jahrhunderten, vielen Abenteuern und Kulturen, die man in der Burg, im fürstlichen Palast, in den Häusern von San Severino und in den Gräbern der Lukaner von Roccagloriosa lesen kann, hinterlassen. In der Vergangenheit waren diese Orte Vorposten zur Verteidigung, heutzutage sind es "Landschafts Vorposten", denn von hier aus dominiert der Blick über mächtige Schluchten, majestätische Berge und sanfte Hügel, als ob sie ihre alte Verteidigungsrolle noch nicht verloren hätten, sie dagegen bewahren um dieses Stück cilentanische Natur zu schützen.
Laurino und Grava di Vesalo
Unterhalb des Dorfes Laurino führt eine mittelalterliche Bogenbrücke über den Calore, am gegenüberliegenden Ufer liegt die Cappella Sant'Elena, in der Gegend Gorgonero, wo des Wasser einer Quelle in den Fluss fliest. Hier führt der Weg flussaufwärts, durch das einsame und wilde Tal (Valle Soprana), zwischen den Steilwänden des Scanno del Tesoro, alten verfallenen Steinhäusern und herrlichen Hainbuchenwäldern. Am Ende des Tals, in einer grasbewachsenen Mulde, im Schatten hoher Buchen, öffnet sich ein tiefer und beeindruckender Karstschlund, die Grava di Vesalo, das Schluckloch in dem der torrente Milenzio verschwindet. Es ist eine der häufigen Karsterscheinungen dieser Gegend. Um die Grava di Vesalo zu erreichen kann man alternativ, auch einen Weg unterhalb des Dorfes von Laurino zurücklegen .
Die Grotte und die "Risorgenza dell'Auso" - Ottati
Fährt man auf der Straße die das Alburni-Massiv umringt entlang, zwischen den Dörfern Ottati und Sant'Angelo a Fasanella, findet man auf der rechten Seite die spektakuläre Karstquelle "Risorgenza dell'Auso" die das unterirdische, aus dem Bergmassiv fließende Wasser, sammelt und kanalisiert. Auf der Höhe des Dorfes Sant'Angelo a Fasanella einem kleinen Weg folgend, der zum gleichnamigen Sturzbach führt, erreicht man den Anfang eines Wanderweges. Hier ist die wilde Schönheit der Natur von einem Werk des Menschen ergänzt worden: man überquert eine typische Steinbrücke, in Form eines Eselsrücken und erreicht eine alte, vom Wasser des Auso betriebene Mühle, das selbe Wasser das weiter oben die Energie spendete um die Turbine des alten Wasserkraftwerkes in Bewegung zu setzen. Beides sind typische Beispiele für industrielle Archäologie. Außer der "Risorgenza dell'Auso", ungefähr auf derselben Höhe, gibt es eine weitere Karstquelle, die "Risorgenza della Festola", gebildet durch den überlauf der Quelle Auso bei großen Regenfällen.
Eine Wanderung zwischen Geschichte und Natur - Stio Cilento
Ca. 675 M. NN, am Fuße eines mit grünen Kastanienbäumen geschmückten Hügels, zwischen den Flüssen Alento und Calore in einem Hochland aus Bergen und Täler, reich an Wäldern die sich im Horizont verlieren, liegt das Dorf Stio Cilento. Auf frühe Anwesenheit des Menschen in dieser Gegend deuten di 6500 Jahre alte archäologische Funde aus der Jungsteinzeit hin, die im Ort "Chiusa della Mammolessa", zur Zeit als sich in Italien die Landwirtschaft behauptete, entdeckt wurden und neuerdings Funde in dem Ort "Casalicchio", aus der Zeit der Lukaner III - IV Jh. v.Chr. Die Vegetation ist reich und vielfältig, die hohen Zerreichen bilden einen dichten Wald, der sich in dem ganzen Tal des Sturzbaches Gaudo erstreckt, besser bekannt als "Valle dei Mulini" (Tal der Mühlen), wegen den zahlreichen alten Wassermühlen. Auch die Tierwelt ist sehr interessant: an dem Fluss Calore, der an dem größten Teil dieser Gemeinde entlang fließt, sind Wölfe, Wildschweine, Hirsche, Rehe und viele Tag- und Nacht-Raubvögel heimisch; hier lebt auch die wichtigste italienische Population der Fischotter. Das Dorf wurde gegründet durch die Anwesenheit der italienisch-griechischen Mönche und später durch die Benediktinermönche vergrößert. Zwischen der Häusergruppe des Ortskernes ragt die Kirche von San Pietro und Paolo, gebaut im XVII Jh. hervor. Vor der herrlichen Fassade beginnt der Wanderweg zwischen Geschichte und Natur, auf Entdeckung des Menschen und seiner Aktivität, und warum auch nicht, der Gastronomie. Hervorragend ist die Qualität von Honig und getrockneten Hülsenfrüchten (Fagioli "La Regina").
Morigerati und die Grotte des Bussento
Der Fluss Bussento entspringt am südlichen Abhang des Cervati-Massiv, in der Nähe von Caselle in Pittari, stürzt er in ein riesiges Schluckloch, um nach einer geheimnisvollen Reise in den Eingeweiden der Erde, ein paar Kilometer weiter südlich, in der Ortschaft Morigerati, wieder zu erscheinen. Das gesamte Gebiet bietet eines der schönsten und reizvollsten Naturschauspiele des Parks. Die Wanderung beginnt in Morigerati auf einem schönen steigepflasterten und teilweise in den Fels gegrabenen Pfad, der nach einer Reihe von Kurven bergab, bis zum Eingang der Grotte führt. Hier geht es über eine kleine enge Steintreppe und man überschreitet den spektakulären, vom Fluss gegrabenen Canyon, über zwei kleine Holzbrücken. Vor der Grotte bietet der Fluss eindrucksvolle Ausblicke in die Schlucht, in der frisches und klares Wasser fließt, zwischen tiefen und faszinierenden Becken, Stromschnellen und Wasserfälle bildend. Das gesamte Gebiet ist für seine außergewöhnliche Naturschönheit und Landschaft sehenswert und verdient einen längeren Aufenthalt.
In bocca a Vallivona! - Monte Cervati und Sanza
Der eigentliche Protagonist der Wanderung ist das Wasser. Wenn seine Kraft die Kalkfelsen modelliert und seine Stimme in den dunkeln Schluchten ertönt, verändert sich die Landschaft, sie füllt sich mit neuen Wundern und unsäglichen Eindrücken wie die, die der Wanderer empfindet, der den langen "Vallone dell'Inferno" (das Höllen Tal) entlang geht, bis zur Quelle des Bussento oder wenn er durch das in den Fels gegrabene Tunnel geht und sich plötzlich im "Mund" eines riesigen Schluckloches befindet. Ein sehr beeindruckendes Beispiel für das, was die Natur in Millionen von Jahren geschaffen hat. Die Gewalt des Wassers hat einen 100 m hohen Krater modelliert, dessen innere Wände mit Vegetation tapeziert sind: eine echte Oase zwischen steilen Kalksteinfelsen versteck und von einem kleinen Wasserfall und einem Teich geschmückt. Der Tunnel der uns zurück nach außen führt ist fast wie ein Zeitsprung der uns für einen Moment den Einstieg in eine andere Zeit und eine andere Dimension ermöglicht hat.
Das Dach des Parks - Wanderung auf den Monte Cervati
Der Berg zeigt, trotz seiner imposanten Größe und der beträchtlichen Höhe, die untrüglichen Zeichen der Menschen. Die Strassen die auf den Gipfel führen ermöglichen es jedem auf den Berg zu "steigen" und seinen Zauber zu genießen, aber leider gefährdet dies auch die Naturschönheiten dieses Gebietes. Das kleine Heiligtum "Madonna della Neve" zeugt von der Wichtigkeit des Berges in der Vergangenheit, genau wie die Forst-Schutzhütte etwas unterhalb liegend, für die Menschen heute. Glücklicherweise hält die Natur der Manipulation des Menschen Stand und bietet trotzdem Landschaften von unvergleichlicher Schönheit, majestätische Buchenwälder, Quellen aus denen klares und frisches Wasser fließt, spektakuläre Karsterscheinungen, wertvolle pflanzliche Endemiten und eine reiche Tierwelt. Dies ist in der Tat, das Reich des Wolfes, des Adlers, des schwarzen Spechtes und ebenfalls des Zwerg-Wacholder, der Felsen-Nelke, der italienischen Seidenblume, Wunder die sich nur demjenigen offenbaren, der sich dem Berg behutsam und mit Respekt nähert.
Von Marina di Camerota bis Baia degli Infreschi
Die Infreschi-Küste - uns kommt in den Sinn Süßwasser Quellen, die an einigen Punkten der Küste sprudeln, die kristalline Transparenz des Meeres und außerdem die Anwesenheit ihrer wertvollsten und bekanntesten "Perle", der Primel von Palinuro. Dieses zarte Pflänzchen wächst ausschließlich auf den Klippen zwischen Palinuro und Scalea und blüht am Anfang des Frühlings. Sie wurde "wiederentdeckt" im 18 Jh. von dem neapolitanischen Botaniker Vincenzo Petagna während seiner Reise nach Kalabrien. Neben ihr gibt es noch andere Pflanzenraritäten wie die Felsennelke, die im Sommer blüht und die Immerblühende Schleifenblume, die vom Herbst bis zum Frühling blüht. Alle Jahreszeiten sind daher günstig für interessante Beobachtungen, besonders wenn man Wanderung und Bootsausflug kombiniert. Auf diese Weise kann man die vielen Grotten besichtigen, die sich Richtung Meer öffnen und schon von den prähistorischen Menschen besucht wurden, sowie schwindelerregende Klippen, die sich mit kleinen Kies-und Steinstränden und steilen Hängen abwechseln, über ihnen die Ruinen der Küstenwachtürme. Im Sommer, kann man auf ein Bad in dem kristallklaren Meer nicht verzichten.
Wanderung in das Tal der Orchideen - Sassano
Von den 72 Orchideen-Arten die im Nationalpark von Cilento und Vallo di Diano wachsen, kann man 63 in einem kleinen Tal am östlichen Abhang des Monte Cervati finden. Nirgendwo anders im Park gibt es eine solche Konzentration an Orchideen-Arten, aus diesem Grund ist diese Gegend als das Tal der Orchideen bekannt. Im Frühling kann man hier eine unglaubliche Vielfalt an Formen und Farben beobachten: die Blüten des Italienischen Knabenkrautes (Orchis italica), die nackt aussehen, des Affenknabenkrautes (Orchis simia), die an einen Schimpansen erinnern; der Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera), die den Bauch einer Biene imitieren, die des Schmetterlings-Knabenkrautes (Orchis papilionacea), die wie kleine Schmetterlinge aussehen. Aber die Besonderheit dieses Gebietes sind nicht nur die Orchideen. Auf der Strecke von Sassano zum Tal, gibt es wertvolle Birken, eine selten Pflanzenart im Nationalpark. In einer Wiesenmulde gegenüber des Orchideen-Tals hat die Phantasie und Kreativität eines Künstlers einen symbolischen "Tisch des Paradieses" kreiert, ein Treffpunkt der 80 Gemeinden des Parks und Omen für Einsatzbereitschaft und Zusammenarbeit zur Erhaltung der Natur.
Die Wiederentdeckung der Bauernkultur - Moio della Civitella - San Biase
Die für lange Zeit vergessene Bauernkultur, beginnt heute wieder aufzuleben, dank der lobenswerten Arbeit kluger Menschen, die beharrlich, zahlreiche und wertvolle Zeugnisse der Bauernkultur aufbewahrt haben.
Zwei bedeutungsvolle Beispiele sind: das Museum für bäuerliche Kultur in Moio della Civitella und die Wassermühle in San Biase. Das erste ist ursprünglich entstanden als didaktische Aktivität in der örtlichen Grundschule und bewahrt heute eine der reichsten Ausstellungen des gesamten Cilento auf. Die Sammlung, ist vielfältig und umfasst das Arbeitsleben und auch historisch-religiöse Geschehnisse. Die zweite ist die einzige noch funktionierende Wassermühle im Cilento. Hier ist es noch möglich in die Atmosphäre der 50er Jahre einzutauchen, als man wartete bis das Getreide gemahlen war, den süßen Duft des frischen Mehles in der Luft, im Hintergrung der Lärm des Wassers und der arbeitenden Mühle. Dank dieser Denkmäler ist es heute noch möglich, eine Verbindung mit der manchmal idyllischen, manchmal schmerzhaften, aber immer authentischen Vergangenheit herzustellen.
Abtei von Pattano und Diözesan-Museum von Vallo
Als Folge des byzantinischen Bilderstreites, ausgelöst durch Kaiser Leon III im Jahr 726, nahm die Wanderung der griechisch-orientalischer Mönche, die das Reich verließen, in Richtung Westen und besonderes in Richtung Süditalien stark zu.
Ein einzigartiges Zeugnis Ihrer Ansiedlung im Cilento stellt das Kloster der Heiligen Maria in Pattano dar, eines der ältesten und besterhaltensten unter den Italienisch-Griechischen Klöstern. Die Klosteranlage umfasst die Kirche zur Heiligen Maria, den byzantinischen Glockenturm, mehrere sehenswerte Gebäude und die herrliche Kapelle des Heiligen Filadelfo, die noch sehr interessante byzantinische Fresken bewahrt. In der Kapelle wurde auch die hölzerne Statue des Heiligen Filadelfo, mit seinen charakteristischen länglichen Gesichtszügen entdeckt, sie kann in dem Diözesanmuseum von Vallo della Lucania besichtigt werden. Außer der wertvollen Skulptur, bewahren die Räume des Museums Werke aus dem XVI bis XIX Jahrhunderts auf, die aus verschiedenen Kirchen der Diözese stammen. Weitere ebenso wertvolle Werke findet man in der altern Kirche von Santa Maria dei Lombardi die sich im nahe liegenden Ort Novi Velia befindet.
Von Teggiano bis Padula
Wenn man von Westen den Vallo di Diano erreicht über die "Sella del Corticato", erscheint plötzlich, wie eine Fata Morgana, der Hügel auf dem Teggiano liegt. Die besondere Lage der Stadt hat, vor allem im Mittelalter, die städtebauliche Planung und die wirtschaftliche Entwicklung bestimmt. Zahlreich Denkmäler sind von Diano, wie sie damals hieß, noch heute erhalten: die Burg der Fürsten Sanseverino, die kleine Kirche von Sant'Antuono, die Kathedrale und zahlreiche Kirchen und Klöster in denen viele Kunstwerke aufbewahrt werden. Beeindruckend ist auch das mittelalterliche Fest, Mitte August, das an die prunkvolle Hochzeit von Antonello Sanseverino, dem Herrscher von Diano, mit Costanza von Montefeltro, im Jahre 1480 erinnert. Zu diesem Anlass werden antike Kostümen und die damaligen Münzen benutzt. Ein weiteres Schmuckstück des Vallo di Diano ist die Karthause von San Lorenzo in Padula, eine der imposantesten Italiens und von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit ernannt. In ihrer Küche wurde das legendäre Omelett aus tausend Eiern, zu Ehren von Karl V. (1535) gebacken, ein Ereignis dass noch heute, immer am dem Tag von San Lorenzo (10. August) wiederholt wird. In der Nähe der Karthause befindet sich das aus dam 4 Jh. eindrucksvolle Baptisterium "San Giovanni in Fonte", errichtet auf einer klaren und reichen Quelle, deren Wasser es umgibt und es teilweise überflutet und ein ganz bezauberndes Szenarium bildet.
Besichtigung der Ölmühlen von Ortodonico
Der Olivenbaum dominiert in der Landschaft des Mittelmeers und ist nach wie vor eines der wichtigsten wirtschaftlichen Reichtümer des Cilentos. In der Vergangenheit war das Olivenöl nicht nur ein grundlegendes Element der Ernährung (zusammen mit dem Brot) sondern auch der Brennstoff für Lampen, Schmiermittel für landwirtschaftliche Werkzeuge, die Zutat für verschiedene Salben und Medikamente. Um diese kostbare Flüssigkeit, hat sich daher eine echte Kultur entwickelt, mit ihren Zeiten (Anbau, Ernte, Verarbeitung, usw.) ihren Ritualen und ihren Strukturen. Um das Öl zu gewinnen mobilisierten sich Dutzende von Menschen, man baute imposante Mühlen, es wurden Gewalttaten, Betrug und sogar Mord begangen. Die alten Mühlen von Ortodonico, im Palazzo Amoresano, aus dem 18 Jh., sind treue Zeugen einer verlorenen Kultur. Durch sie kann man in Kontakt treten mit den Werkzeugen für die Bearbeitung der Oliven, für die Aufbewahrung des Öl aber auch, indirekt, mit der schweren Arbeit der Bauern und ihrer Tiere, mit der fröhlichen, manchmal melancholischen, Atmosphäre der langen Abende die in den Mühlen verbracht wurden und mit dem sozialen Klima der Zeit. Die Ölmühlen sind heute von kultureller Bedeutung, sie helfen uns, die Gegenwart im Rückblick auf die Vergangenheit besser zu verstehen.
Cima di Mercori
Von Piaggine oder von Rofrano aus führt eine Teerstrasse nach Orsaia (1050 m hoch). Das Toponym erinnert daran, dass in der Vergangenheit, dieser große Fleischfresser (Orso: Bär) hier lebte. Man geht zu Fuß bergauf, den Hängen des Berges entlang. Beeindruckend sind die Büsche des wilden Lavendels, die man insbesondere im Juli bewundern kann, wenn seine Blüten wunderschöne Schmetterlinge anlocken. Auf zirka. 1400 m führt der Weg flach weiter und durchquert das Mercuri Tal, wo dichte Buchenwälder ein einzigartiges Schauspiel erzeugten. Am Rande des Waldes wächst die schwarze Tollkirsche (belladonna), eine Pflanze die halluzinogene Eigenschaften besitzt und vielen Arten von wilden Orchideen. Hier ist das Reich des Wolfes, der Marder, der Wildkatzen und auch seltener Raubvögel. Der Feldweg geht hier weiter bergauf bis in die Nähe von der "Gigantini" wo man auf der linken Seite das obere Tal des Flusses Calore bewundern kann. Knapp unter dem Gipfel (auf 1788 m) angelangt, genießt man einen herrlichen Panoramablick über das Tal von Vallivona und die südliche Spitze des Cervati-Massivs.
Auf den Spuren der Trezeni - Agropoli und der Monte Tresino
Die nördliche Küste des Nationalparks des Cilento und Vallo di Diano beginnt in der Nähe von Agropoli. Diese charakteristische Stadt fungierte, dank ihrer erhöhten Lage als Hochburg gegen Angriffe die vom Meer kamen. Im 5 Jh.n.Ch von den Byzantiner gegründet als Verteidigungs- Vorposten, die Stadt bewacht und schützt heute die herrliche, cilentanische Küste südlich der Stadt. In der malerischen Bucht von Trentova beginnt ein Panoramawanderweg der die Küste entlang führt. Entlang dem Pfad sieht man von modernen Maschinen bearbeitete Felder, auch Gehöfte von Bauern und Hirten der vergangenen Generationen. Am Ende der Strecke terrassenförmige Natursteinmauern und Reste eines Grabes, Spuren der griechisch-römischen Vorfahren. Weiter durch die "Macchia", die sich mit ihren verschiedenen Grüntönen, den bunten Farben der Blumen, mit der ebenso vielfältigen Blauschattierung des Meeres perfekt verbindet.
Wanderung Tempa del Lupo
Vom Fuß aus des Monte Gelbison, auch "Monte Sacro" genannt, nach der Wallfahrtskirche "Madonna di Novi" auf seiner Spitze, schlängelt sich ein interessanter Pfad durch das Flussbett des Torna. Die Sandsteinbrocken am Ufer verstreut, durch ihre Größe und ihre merkwürdige Form sehen schlafenden Wächtern ähnlich, fast als wollten sie durch ihre Anwesenheit den Platz bewachen. Aber es ist der Beweis einer langen und ausdauernden Modellierung durch den Lauf des Wassers, eine Arbeit der "Mutter Natur". Etwas oberhalb, eine alte Schutzhütte der Hirten mit einem Holzzaun, Zeugen eines entbehrungsreichen Lebens das die Bewohner hatten, mit ihrer Herde in einer so bergigen Gegend. Ein Grossteil des Jahres verbrachten die Hirten fern von ihrem Dorf und ihrer Familie, denn die Herde musste bewacht werden. Sie schliefen in Hütten, standen sehr früh auf um die Tiere zu melken und die Milch zu köstlichen Produkten zu verarbeiten. Die Wanderung endet an dem Aussichtspunkt "Tempa del Lupo" genannt, weil vielleicht die Wölfe Ausschau hielten über das Gebiet um Beute zu finden.
Aufstieg auf den Monte Bulgheria
Vor Zirka 200 Millionen Jahren, als es das Thyrenische Meer noch nicht gab, sondern nur einen großen Ozean, die Tethys und das Klima sehr verschieden war als das heutige, bildeten sich auf dem Rand einer Karbonat-Plattform Felsen und es formten sich Berge. Durch die anschließenden unglaublichen geologischen Ereignisse hat sich diese Plattform erhoben und dann wurden die felsigen Schichten gegen den Uhrzeigersinn nach oben gebogen: so entstand der Monte Bulgheria. Eine andere unglaubliche Geschichte erzählt, dass die Bulgaren auf dem Berg Zuflucht fanden, daher stammt der Name. Die Zeichen dieser Geschehnisse sind verborgen zwischen zahlreichen Olivenhainen, entlang der Wanderung und in der Mittelmeervegetation, die den Höhenweg schmückt und schließlich, auch zwischen den nackten Felskämmen die das Flusstal des Mingardo beherrschen.
Der östliche Kamm der Monti Alburni. "Il Figliolo" ( der Sohn)
Der Kamm der Alburni zeichnet sich durch hohe Felsabstürze aus, in Richtung Vallo di Diano und des oberen Sele Tals. Atemberaubende Panoramablicke, idyllische Schönheit, sind die Grenzen des Nationalparks des Cilento und Vallo di Diano, der zweitgrößte Italiens. Auf diesen Felsen wachsen zahlreiche pflanzliche Endemiten, überall Buchenwälder soweit das Auge reicht, ideale Zuflucht für Hirsch, Reh und Wolf. Der Zeit trotzen wollen die hohen Kalksteinzinnen, die sich aus dem Tal erheben, doch sie sind Zeugen von der unaufhörlichen Verwitterung: der "Sohn" und die "Mutter" waren ein Anhaltspunkt schon für die antiken Reisenden die sich entlang dieser Kämme fortbewegten. Unterhalb erhebt sich die Häusergruppe "Petina", dessen Ortsname sich von "Abetina", was die Präsenz alter weißer Tannenwälder bedeutet, ableitet, schon von den römischen Geographen beschrieben. Der Kalkstein dieser Gegend hat Fossilien Einschlüsse und die Fundstelle in Petina ist eine der wichtigsten und meist untersuchten der Region Kampanien.
Capo Palinuro - Die Küste des Mythos
Das Toponym Palinuro ruft den Mythos von Aenaeis ins Gedächtnis zurück, die alten Seefahrer fürchteten die Gewässer dieses Küstenabschnittes wegen der häufigen Schiffbrüche die von plötzlichen Unwettern verursacht wurden. Auch heute hat die Schönheit der Küste etwas mythisches, trotz der Gewalt die der Mensch dieser Landschaft angetan hat. Die Halbinsel von Kap Palinuro, vom Meer aus gesehen, erscheint vor unseren Augen genau wie den alten Seefahrern, ein Schatzkästchen der Natur, mit Karstgrotten und Buchten, eine schöner als die andere: die Blaue Grotte, die Cala Fetente, die Baia del Buon Dormire, der Arco Naturale. Hohe Klippen verändern das Blau des Meeres je nach Sonnenstand, von Grün bis Türkisblau. Man sieht Raubvögel, die durch ihre Erscheinung Aufregung verursachen zwischen den Schwärmen der Zugvögel. Die Knochengrotte ist von großem archäologischem Interesse: zu sehen sind Knochenreste der prähistorischen Tierwelt, Knochen von Beutetieren, zertrümmert um an das Knochenmark, reich an Fett, zu kommen, sind in den Kalziumkarbonat Konkretionen zementiert, zusammen mit Resten von Steinwerkzeugen. Fast kann man sich die antiken Jagdszenen im naheliegenden Tal vorstellen, als sich das Meer wegen klimatischen Bedingungen 3 Km zurückzog. Es fehlen auch hier nicht endemische Pflanzen wie die "Primula Palinuri" und der Strandflieder.
Quelle: Parco Nazionale del Cilento http://www.pncvd.it
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